Deutsche Bank und Verschmelzung mit der Commerzbank

Jüngsten Presseberichten zufolge unterstützt die Bundesregierung eine mögliche Fusion der beiden größten deutschen Privatbanken – Deutsche Bank und Commerzbank – auf der Suche nach einem neuen nationalen Champion, der ihre exportorientierte Wirtschaft schützt.

Trump Dauer irritiert über Bundesregierung— k. (@k83827726) December 22, 2018

Dies ist nicht neu, da die beiden Banken im Sommer 2016 Gespräche über eine mögliche Bindung führten, sich aber gegen eine Transaktion entschieden haben, da sich beide Banken noch mitten in ihren eigenen Restrukturierungsprogrammen befanden.

Laut Bloomberg haben sich die Fusionsgespräche in den letzten Monaten intensiviert, wobei die Bundesregierung auch daran beteiligt war, die Deutsche Bank bei der Festsetzung zu unterstützen, indem sie möglicherweise Gesetze änderte, um eine Fusion vor allem aus steuerlicher Sicht kostengünstiger zu machen.

Da die Deutsche Bank die größte Bank gemessen an den Aktiva ist (rund 1,6 Billionen US-Dollar), während sich das Vermögen der Commerzbank auf nur 560 Milliarden US-Dollar beläuft, gehe ich davon aus, dass eine mögliche Fusion freundlich wäre und die Deutsche Bank ihren kleineren Wettbewerber aufnehmen würde. Dies würde höchstwahrscheinlich im Rahmen eines All-Share-Deals im Rahmen einer Kapitalerhöhung geschehen, bei dem die derzeitigen Aktionäre der Commerzbank neue Aktien der Deutschen Bank erhalten.

Dies bedeutet, dass die derzeitigen Aktionäre der Deutschen Bank verwässert würden, während die derzeitigen Aktionäre der Commerzbank ihre derzeitigen Anteile in eine neue (kleinere) Beteiligung an der Deutschen Bank tauschen würden. Da die Bundesregierung der größte Aktionär der Commerzbank ist, ist die politische Unterstützung der Schlüssel zu einem erfolgreichen Unternehmenszusammenschluss.

Vor diesem Hintergrund gehe ich davon aus, dass eine mögliche Fusion dazu führen würde, dass die Commerzbank eine Einheit innerhalb des Konzerns der Deutschen Bank ist und ihre Geschäftsfelder von derzeit drei (Corporate and Investment Banking, Personal and Commercial Banking und Asset Management) auf vier nach der Zusammenführung der beiden Banken erhöht werden.